| Der Life Ball und die 18. Welt-Aids-Konferenz – Anlass zum Feiern? |
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Der Life Ball betreibt gesellschaftspolitische Aufklärung, plädiert für Toleranz und Nichtdiskriminierung und feiert das „Leben“, indem er bestimmte Lebensstile propagiert. Der Widerspruch könnte größer nicht sein: jene Risikogruppen, die von AIDS und auch andere sexuell übertragbaren Krankheiten betroffen sind, verherrlichen ihren Lebensstil. Man sammelt Geldmittel für die Bekämpfung von AIDS, indem man den Hauptförderer der Aids-Ausbreitung – nämlich den Freien Sex – hochjubelt. AIDS und andere sexuell übertragbare Krankheiten werden in Fachkreisen als ausschließlich gesundheitliches Problem dargestellt. Dass dies ein zutiefst ethisch/moralisches Problem ist und gesunde Sexualität mit Verantwortung verknüpft ist, wird verleugnet.
Der Hauptgrund für die Ausbreitung von Aids, vor allem in der Dritten Welt, sei in vielen Fällen Armut und das fehlende Wissen über Verhütungsmethoden, wird argumentiert. Dies mag zum Teil richtig sein, gilt aber nicht für die Industrieländer.
Hier einige Fakten: Nach Medienberichten ist in Deutschland die Zahl derer, die neu an Aids erkranken, doppelt so hoch wie vor sieben Jahren. Die Zahl neuer HIV-Fälle ist auch in Österreich gestiegen. Es ist überraschend, dass in den letzten Jahren der Kondomverbrauch neue Rekordhöhen erreicht hat. In jedem Fall sind Verantwortungslosigkeit und Missbrauch von Liebe die Hauptursachen für die Ansteckung. „Gleich viel Recht für gleich viel Liebe“, fordern die Verfechter der freien Liebe. Aber hat ein Mensch auch das Recht, Liebe zu missbrauchen? Das Motto der Welt-Aids-Konferenz 2010 lautet: "Rechte hier und jetzt", aber wo bleibt die Verantwortung? Im Vorjahr schrieb ein österreichisches Magazin: „Aids ist eine tödliche Krankheit, aber auch ein Riesengeschäft für die Pharmaindustrie“. Es stellt sich daher die Frage, ob der Life Ball, der als größter „Charity Event“ große Geldsummen für die AIDS Hilfe lukriert, nicht vielmehr der Industrie dient und für die Aids-Kranken tröstende Worte, Medikamente und eine schrille Feier des „tödlichen“ Lebensstils übrig bleiben. Eine Tageszeitung schrieb in großer Aufmachung: „25 Jahre HIV und keine Aussicht auf den Impfstoff.“ AIDS-kritische Wissenschaftler sind nicht erwünscht! Die Industrie, die Forschung und jene Wissenschaftler, die sich bereits in der neuen HIV-AIDS-Forschung etabliert haben und damit viel Geld verdienen und Prestige erlangt haben, wollen jedoch von Zweifeln nichts hören. Milliarden werden jährlich in eine Forschung gesteckt, deren grundsätzliche Annahmen niemals wissenschaftlich gesichert wurden.
Die einzige Chance einer Trendumkehr besteht im Ändern des Lebensstiles. Aber eine solche Botschaft wird leichtfertig als „intolerant“ denunziert; sie ist unbequem und daher meist nicht erwünscht. Nicht „Rechte hier und jetzt“, sondern „Liebe mit Verantwortung“ müsste das Motto dieser Konferenz sein.
Quelle: Josef GundackerLeiter des Familienforum Österreich |
| Mi Sep 08 Wahlveranstaltungen |